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Internationale News
11.05.2017 Academy 2017 in Ungarn - 31.10. – 05.11.2017 Die Academy ist ein gemeinsames Ausbildungsangebot von WOSM und WAGGGS Europa.
11.05.2017 KISC Kandersteg International Scout Centre : Spezial Angebot 2017 für die PBS
06.12.2016 Delegationsleiterin und Delegationsleiter, Mitglied der DelegationsIeitung Jamboree 2019 Das World Scout Jamboree ist das grosse Weltpfadilager für Teilnehmende im Alter von 14 bis 17 Jahren, welches alle vier Jahre durchgeführt wird. Das kommende Jamboree findet in den Vereinigten Staaten (USA) im Bundesstaat West Virgina vom 22. Juli 2019 bis 2. August 2019 statt (reine Lagerdauer, ohne Reise oder allfällige Vor/Nachprogramme).
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Der Aufbau der Partnerschaft

Von 1998 bis 2001 folgte der Aufbau der Partnerschaft zwischen der Pfadibewegung Schweiz und Rumänien. Nachdem die Finanzierung für das Projekt gesichert war, konnte man nun konkreten Vorbereitungen für den Aufenthalt von Ausbildnerinnen anpacken. Dabei ging es um praktische Dinge wie das Organisieren einer Unterkunft, die Sicherstellung der Kommunikation, die Zusammenstellung eines Programms für den Aufenthalt und das Erlernen der Sprache.

Claire-Isabelle Heritier reiste im April 1998 nach Bukarest. AFGR hatte zu dieser Zeit kaum nationale Strukturen, kein Sekretariat und nur schlecht erfasste Mitgliederzahlen. Claire-Isabelle Heritier etwa ein halbes Jahr in Bukarest und kümmerte sich um viele organisatorische Arbeiten:

  • Erstellung von brauchbaren Statuten

  • Unterstützung der Verbandsleitung im Bereich strategische Planung und Finanzen

  • Einsetzung von Arbeitsgruppen

  • Suche und Miete einer Wohnung für Schweizer Freiwillige und den AFGR

  • Erstellung eines Mitteilungsblattes für alle Leiterinnen

  • Organisation einer Bibliothek und einer Ludothek im Sekretariat

  • Erste Besuche beim Jugendministerium

  • Aufbau von Kontakten zu anderen NGOs

  • Einstellung von zwei Rumäninnen im Sekretariat für administrative Arbeiten

  • Unterstützung der Leiterinnen vor Ort

 

Von August 1998 bis April 1999 weilte Tamara Celato v/o Flipper in Rumänien. Ihre Arbeit war nach der eher organisatorischen Arbeit von Claire-Isabelle Heritier nun mehr auf Schwerpunkte wie Programm und Ausbildung ausgerichtet:

  • Planung und Durchführung eines ersten Leiterkurses

  • Planung eines Sommerlagers mit Schweizer Beteiligung

  • Unterstützung der Verbandsleitung

  • Einführung eines schematischen Sitzungsablaufs mit Protokoll

  • Organisation von zwei Delegiertenversammlungen mit Wahlen

  • Weiterführung der strategischen Planung


Claire-Isabelle Heritier und Tamara Celato wurden von der Equipe in der Schweiz intensiv mit Anrufen und Briefen betreut und unterstützt. Besonders schwierig waren für beide die Mentalitätsunterschiede. Freiwilligenarbeit war kaum bekannt, langfristiges Planen ein Fremdwort. Leute kamen und gingen, man fühlte sich nicht verpflichtet. Leiterkurse wurden rege und gerne besucht, doch viele Teilnehmerinnen blieben danach nicht als Leiterinnen in der Pfadi.

Nach der Abreise von Claire-Isabelle Heritier und Tamara Celato blieb AFGR stehen. Der Verband entwickelte sich kaum weiter und blieb auf dem gleichen Niveau. Von der Schweiz aus wurde versucht, immer wieder Inputs zu geben. Die Equipe übte per E-Mails, Telefon und Besuche Druck aus, wies die Präsidentin und den Rest der Verbandsleitung immer wieder auf Termine, nicht ausgeführte Arbeiten und Versäumnisse hin. Die Equipe in der Schweiz fühlte sich als Motor des rumänischen Verbandes und war oft frustriert, weil es nicht weiter ging.

Dennoch wurde in jener Zeit einiges erreicht, das noch heute Bestand hat: Über den Jugendostkredit werden zwei Sekretärinnen von je 20% finanziert, die administrative Arbeiten für AGGR erledigen. Die Verbandsleitung trifft sich regelmässig, schreibt Protokolle ihrer Sitzungen. Kurse und Delegiertenversammlungen werden organisiert, dreimal jährlich erscheint das „Trifoiul“, ein Informationsblatt von AGGR und einmal jährlich werden durch die Gruppen Bestandesmeldungen ausgefüllt. Regelmässige Pfadiübungen finden seit damals in verschiedenen Regionen des Lands statt.


Um die Entwicklung in den Regionen voranzutreiben und weil sich die Arbeit von Schweizerinnen vor Ort als erfolgreich erwiesen hatte, weilte Heidi Appenzeller v/o Sulaika von September bis Dezember 2000 in Cluj. Die Gruppe in Cluj war am weitesten entwickelt von allen Regionen und hatte bereits mit der Abteilung von Delémont regen Kontakt gehabt. Die Rumänienequipe hatte deshalb das Gefühl, dass dort in drei Monaten am meisten erreicht werden könnte. Heidi Appenzeller übernahm in Cluj quasi die Rolle einer Abteilungsleiterin:

  • Einführung wöchentlicher Höcks zur Vorbereitung der Übungen

  • Kontakt unter den Leiterinnen

  • Einführung eines Quartalprogrammes und langfristiger Planung

  • Mitleitung von Kursen

Nach der Rückkehr von Heidi Appenzeller in die Schweiz zeigte sich auch in Cluj die gleiche Situation wie zuvor für den ganzen Verband: Die Region blieb stehen und entwickelte sich nicht mehr weiter. Um die Stärkung der Regionen weiterzuführen, wurde aus dem Jugendostkredit seit der DV 2001 jährlich an die Regionen Geld verteilt. Die Regionen müssen ein Budget und eine Abrechnung vorlegen, erklären, was sie mit dem Geld planen – und bekommen einen Sockelbetrag pro Gruppe und einen Betrag pro Mitglied. So sollen die Gruppen animiert werden, langfristig zu planen. Sie lernen ein Budget und eine Abrechnung zu machen und nicht zuletzt haben sie einen Anreiz, die Bestandesmeldungen auszufüllen.

Nachdem über den Jugendostkredit jahrelang viel Geld für die Miete der Wohnungen für den Verbandssitz ausgegeben wurde, kam 1999/2000 die Idee auf, eine Wohnung zu kaufen. So wollte man auch die Fixkosten von AGGR senken, weil die Gelder aus dem Jugendostkredit nur befristet waren und AGGR auch ohne diese bestehen muss. AGGR wurde damit beauftragt, ein geeignetes Objekt zu suchen. Schliesslich konnte im Januar 2001 dank einer grossen Spende der PBS und Beiträgen von Stiftungen eine Wohnung gekauft und renoviert werden. Diese liegt etwas weniger zentral als ursprünglich vorgesehen und ist auch etwas kleiner – was damit zusammenhängt, dass AGGR sich etwas schwer tat mit der Suche nach einem geeigneten Objekt und die Suche genau in die Zeit fiel, in der die Immobilienpreise in Bukarest sprunghaft anstiegen. Mit der Wohnung hat AGGR nun aber einen Ort, an dem Sitzungen stattfinden können, an dem das Sekretariat ist, an dem Leute übernachten und Schweizer auf Besuch längere Zeit wohnen können.

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