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Die Entstehung der Partnerschaft

Anlässlich der Europakonferenz in Salzburg 1995 lernten einige Mitglieder der PBS-Delegation Iona Cretsoiu, die damalige Präsidentin des Verbands AFGR (Asociatia Fetelor Ghizi din Romania), kennen. AFGR war 1990 aufgrund der Initiative einiger ehemaliger Pfadfinderinnen gegründet worden. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur wenige Mitglieder in der rumänischen Pfadibewegung und die meisten Pfadigruppen traffen sich in Bukarest.

An verschiedenen Treffen und Gesprächen in den Jahren 1995 und 1996 von PBS-VertreterInnen mit Vertreterinnen von AFGR wurde eine mögliche Zusammenarbeit diskutiert. Ein Thema dominierte in diesen ersten Jahren: Die AFGR fand es unabdingbar, einen Verbandssitz zu haben, um funktionieren zu können. Die Adresse des Verbandes war damals die Privatadresse von Ioana Cretsoiu in Bukarest. Dort fanden die Sitzungen der Verbandsleitung statt, dort war das Archiv, das Sekretariat, der Fotokopierer. Für die PBS war dieser Hauptsitz eher sekundär, wichtiger schienen Themen wie Ausbildung, Mitgliederwerbung und Stufenarbeit.

In jenen ersten Gesprächen kam ein weiteres Thema zum Vorschein, das in allen Jahren der Zusammenarbeit allgegenwärtig sein würde: Ein ehrenamtliches Engagement wird von der rumänischen Gesellschaft weder respektiert noch anerkannt, weil es zu stark an das „ehrenamtliche“ Engagement aus der Zeit des Kommunismus erinnert. Dies machte es den jungen Leiterinnen auch immer sehr schwierig, ihren Eltern zu erklären, weshalb sie Zeit ehrenamtlich hergeben. Oft sollen die Ehrenamtlichen in der Augen ihrer Familie lieber einen Nebenjob annehmen, um so die mageren Familienbudgets aufzubesser.  Oder sich mehr um ihre Ausbildung zu kümmern, um danach besser bezahlte Stellen zu bekommen. AFGR konnte in jener ersten Zeit zwei grosse Erfolge verzeichnen: Es wurden zwei Broschüren publiziert zum Thema der Demokratie, die von verschiedenen Fonds der EU  bezahlt wurden. Ausserdem wurden verschiedene Projekte in Waisenhäusern in Bukarest von der SOROS-Stiftung finanziert. Die qualitativ hoch stehenden Dokumente zeigten das Potential von AFGR für Arbeit im pädagogischen Bereich.

Schon bald knüpfte die Internationale Equipe der PBS Kontakte mit verschiedenen Organisationen, die ähnliche Partnerschaften auf die Beine gestellt hatten. Ausserdem wurden Abklärungen getroffen, um die Finanzierung einer möglichen Zusammenarbeit über den Jugendostkredit des Departements für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sicherzustellen. Dieser Kredit hat die Unterstützung von Jugendaktivitäten in Osteuropa zum Ziel und wird von SAJV/Intermundo verwaltet. Gespräche fanden auch statt mit den Europaverantwortlichen von WAGGGS, um die Unterstützung von AFGR zu koordinieren. Im Herbst 1996 organisierten WAGGGS und die PBS gemeinsam ein erstes Ausbildungsweekend für AFGR in Bukarest mit den Themen:  Entwicklung, Ausbildung, Finanzen, Programm und Stufen. Ausserdem fanden Treffen mit dem halben Dutzend Pfadigruppen in Bukarest statt.

Ende 1996 beschloss die Bundesleitung, eine «Rumänienequipe» zu gründen, die sich als erstes mit dem Gesuch um Finanzierung durch den Jugendostkredit befassen sollte. Es war ausserdem klar geworden, dass eine Unterstützung von AFGR auf Distanz nicht genügen würde, sondern dass man Ausbildnerinnen nach Rumänien schicken wollte, welche die Verbandsleitung unterstützen sollten. Die Rumänienequipe entwickelte in Zusammenarbeit mit WAGGGS und AFGR die Ziele für die Zusammenarbeit und stellte das Gesuch an den Jugendostkredit. Gleichzeitig wurde für ein weiteres Projekt beim Jugendostkredit ein Gesuch eingereicht: Die Abteilung von Délémont plante ein gemeinsames Lager mit der Abteilung von Cluj, der ersten Pfadigruppe ausserhalb von Bukarest. Dies war der erste Kontakt von Pfadis aus der Schweiz und Rumänien, dem noch viele weitere folgen sollten. Ende 1997 wurden die Finanzgesuche für das Projekt der PBS mit AFGR und das Lager der Abteilung Délémont bewilligt.

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