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Erinnerungen an Falks Bernerzeit - Ida von Herrenschwand, 1887 - 1961

von F.

Als im Herbst 1939 das Chalet seine Pforten schliessen musste, kam Falk nach Bern und liess sich an der Junkerngasse im Hause des damaligen Zentralsekretariates nieder. Sie nahm oft an unsern Führerinnensitzungen teil, und ihre blosse Gegenwart spornte uns an, unser Bestes zu geben. Wir jungen Führerinnen fürchteten uns manchmal fast ein wenig vor ihr, was sie gefühlt haben muss. Deshalb erschien sie einmal an der Sitzung und hatte sich ein Plakat umgehängt, worauf stand: Beisst nicht, bellt nur. Eine andere kleine Episode ist mir unvergesslich geblieben: Wir sassen im Heim und ein Pfadi ging früher hinaus. Aus dem dunklen Gang rief sie zurück: Wo cha me da azünte? Darauf erwiederte [sic!] Falk: Das ist mir eine Pfadfinderin. Such doch den Schalter selbst! Noch heute denke ich oft daran. Wenn z.B. eines meiner Kinder ruft: Wo sind meine Schuhe? rufe ich zurück: Wo cha me da azünte! Oft hat Falk mit uns gesprochen, uns angefeuert, unsere Aufgabe als Führerin mit vollem Einsatz zu leisten. Einmal sagte sie uns: Stellt Euch vor, Ihr müsst einen Acker bestellen. Man kann dies auf verschiedene Weise tun. Als Pfadi aber habt Ihr besonders gutes Werkzeug - braucht es.

 
 

Der Text stammt aus der Broschüre "Ida von Herrenschwand 1887 - 1961", welche im Zentralarchiv der PBS eingesehen werden kann. Die Schreibweise (inkl. allfälliger Fehler) wurde gemäss dem Original übernommen. Abschrift: Doris Stroppel-Lutz. 

 

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